Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 31 - 16.06.2014

IG Metall kritisiert Schließung des Informatik-Instituts der Universität Halle

Absurde Entscheidung der Landesregierung verstärkt Fachkräftemangel

Hannover/Halle – Die IT Branche ist eine stark wachsende Branche, allein  in Sachsen-Anhalt arbeiten bereits heute 13.000 Beschäftigte in diesem Bereich, „Vor diesem Hintergrund ist es absurd, dass die Landesregierung das Informatik-Institut der Universität in Halle abwickeln will,“ kritisierte Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachen und Sachsen-Anhalt, am heutigen Montag.

Mit der Entscheidung, dass der Bund die Förderung der Studierenden nach dem Ausbildungsförderungsgesetz (BAföG) komplett übernimmt, stehen dem Land zusätzliche Mittel zur Verfügung, um beispielweise den Informatik-Bereich an der Universität zu stärken. „Die Informatik ist ein wichtiger Standortfaktor in der gesamten Region im Süden Sachsen-Anhalts,“ betonte Meine und forderte die Landesregierung zum Umdenken auf. „Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen ist eine gute Ausbildung vor Ort entscheidend für den Wettbewerb. Damit kann der immer noch großen Abwanderung von Fachkräften in den Westen und Süden entgegengewirkt werden.“

Ähnlich wie Meine äußerte sich auch die 1. Bevollmächtigte der IG Metall Halle-Dessau Almut Kapper-Leibe: „Es ist für uns unverständlich, dass gerade diese Wachstums- und Innovationsbranche in unserer Region nicht durch vor Ort gut ausgebildete Fachkräfte gestärkt werden soll. Der Bedarf ist riesig und konterkariert jegliche Bemühungen, hochspezialisierte Fachkräfte für unsere Region zu interessieren bzw. hier zu halten und verprellt gleichzeitig mögliche Investoren.“

Die IG Metall Halle-Dessau engagiert sich schon seit vielen Jahren im Vorstand des „Verein zur Förderung der Kooperation von Wissenschaft und Arbeitswelt in Sachsen-Anhalt e.V.“ und unterstützt deren Projekte und Aktivitäten. Mit der geplanten Abwicklung des Informatik-Bereichs besteht aus Sicht von Kapper-Leibe die Gefahr „die Zeit zu verschlafen und über Jahre von Innovation und wirtschaftlicher Entwicklung abgekoppelt zu sein und zu bleiben“.

Für weitere Fragen steht Almut Kapper-Leibe unter Telefon 0170-3333-485 gern zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Almut Kapper-Leibe, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Halle-Dessau, Böllberger Weg 26, 06110 Halle


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